Meine Abschlussprüfung


Heute möchte ich euch noch von meiner Vorbereitungszeit auf die Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf „Fachkraft für Wasserversorgungstechnik“ und von den Prüfungen selbst berichten. Seit August 2024 trägt der Ausbildungsberuf die Bezeichnung „Umwelttechnologe für Wasserversorgung“.

Meine Vorbereitung startete bereits einige Monate vor der schriftlichen Prüfung. Für diese musste ich alles Gelernte können. Dazu gehörten 14 berufsbezogene Lernfelder sowie die Fächer Sozialkunde und Technische Kommunikation. Die schriftliche Prüfung war auf zwei Tage angesetzt. Die schriftlichen Prüfungen fanden an der BBS David-Röntgen-Schule in Neuwied statt. Am ersten Prüfungstag wurden die Fächer Wasserversorgungstechnik I und II geschrieben. Dort wurden alle berufsspezifischen Inhalte abgefragt. Für jede Prüfung hatten wir 1,5 Stunden Zeit. Zuvor gaben wir noch die Monats- und Tagesberichte ab. Diese wurden von den Prüfern auf Vollständigkeit kontrolliert. Der zweite Prüfungstag beinhaltete die Fächer Elektrotechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Für jede Prüfung hatten wir jeweils eine Stunde Zeit. Nach diesen beiden Tagen war ich froh, dass die schriftlichen Prüfungen geschafft waren.

Nun standen einige Wochen später die praktischen Prüfungen an. Hier musste ich drei Prüfungen ablegen: Labortechnik, Bedienen von Betriebseinrichtungen und Elektrotechnik. Diese fanden an verschiedenen Standorten statt.

Zuerst war die Prüfung im Bereich Labortechnik an der Reihe. Sie wurde auch an der BBS in Neuwied durchgeführt. Im Vorfeld habe ich dazu noch einige Lehrgänge in Bad Kreuznach besucht, die mir bei der Prüfungsvorbereitung sehr gut geholfen haben. In der Prüfung wurde eine photometrische Bestimmung mit einer Stammlösung gemacht und diese anschließend auf Millimeterpapier ausgewertet. Außerdem mussten wir einen Anionen- und Kationennachweis mit einer Salzprobe durchführen.

Eine Woche später sind wir nach Koblenz-Kesselheim ins Wasserwerk gefahren. Dort wurde die Prüfung „Bedienen von Betriebseinrichtungen“ abgelegt. Hier ging es um das Überprüfen der alltäglichen Tätigkeiten im Betrieb. Dazu waren vier Stationen aufgebaut, an denen wir unser Wissen unter Beweis stellen mussten: Die erste Station behandelte einen Druckminderer, den wir erklären und einstellen sollten. Bei der zweiten Station ging es um Gefahrstoffe und Schutzzonen. Hier wurde mit dem Prüfer ein Fachgespräch zu diesem Thema geführt. An der dritten Station sollte man verschiedene Wasserzähler erklären. Die Praxis bestand darin, einen Wasserzählerwechsel durchzuführen. An der vierten Station wurde ein Belüfter erklärt, d. h. man musste erkennen um welche Art von Belüfter es sich handelt, welchen Nutzen er hat und wovon es abhängig ist, wie gut er funktioniert. Pro Station gab es die Zeitvorgabe von 20 Minuten.

Eine weitere Woche später bin ich zur Kläranlage nach Hermeskeil gefahren, wo die Prüfung im Bereich Elektrotechnik anstand. Auch hierfür habe ich im Vorfeld einige Lehrgänge bei der IHK in Neuwied besucht. Bei der Prüfung gab es fünf Stationen, wofür wir jeweils 20 Minuten Zeit hatten: An der ersten Station stand eine Fehlersuche an einem Schaltschrank an. An diesem waren mehrere Fehler eingebaut worden, die wir finden mussten. Bei der zweiten Station wurde ein Elektromotor durchgemessen. Hier sollte man herausfinden, ob der Motor funktioniert oder nicht. Dritte Station: die Vergleichbarkeit von Bauteilen. Hier wurde ein kaputtes Bauteil durch ein funktionierendes Bauteil ersetzt. An der vierten Station mussten wir verschiedene Stromstärken mit einem Multimeter messen und berechnen. Die letzte Station war das fachgerechte Anklemmen eines Elektromotors. Als das erledigt war, war es geschafft: ich hatte alle Prüfungen erfolgreich hinter mir.

Das war ein Einblick in meine Abschlussprüfung und ich verabschiede mich hiermit aus dem Azubi-Blog.

Macht´s gut, euer Jonah!

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