Das Fachstudium II erstreckt sich über eine Dauer von insgesamt acht Monaten, in denen neben den fünf Modul-Prüfungen zum Ende des Fachstudiums II auch eine sogenannte Seminararbeit erstellt werden muss. Hierbei wird zunächst im sogenannten Windhundverfahren ein Kurs nach den eigenen Interessen gewählt. In meinem Fall war dies das Betriebliche Gesundheitsmanagement, kurz BGM.
In den ersten Lehreinheiten werden grundlegende Informationen vermittelt sowie die Art und Weise, wie die Seminararbeit und die anschließende Präsentation dieser zu gestalten sind. Im Anschluss werden vorgegebene Themen aufgelistet, sodass sich jeder Teilnehmer des Seminars eines dieser Themen aussuchen kann. Sinn und Zweck der Seminararbeit ist das Erlernen des wissenschaftlichen Arbeitens, was für die spätere Bachelorarbeit im Fachstudium III von großer Bedeutung ist.
Mein Thema war „Das Haus der Arbeitsfähigkeit nach Ilmarinen“. Kurz zusammengefasst geht es hierbei um vier Stockwerke eines Hauses: Gesundheit, Kompetenz, Werte und Arbeitsbedingungen und welche Auswirkungen diese auf die menschliche Arbeitskraft und Arbeitsweise haben. Interessant hierbei ist, dass die Stockwerke aufeinander aufbauen und sich gegenseitig beeinflussen, was einen erfolgreichen Arbeitsalltag stark beeinflussen kann.
Zunächst steht die Literaturrecherche im Vordergrund. Diese stellt die Grundlage für die Seminararbeit dar. Hauptsächlich werden dafür Bücher, wissenschaftliche Ausarbeitungen, zertifizierte Studien sowie praktische Berichte zur Anwendung des „Hauses der Arbeitsfähigkeit“ genutzt. Im zweiten Schritt ist eine Gliederung sowie der inhaltliche Aufbau der Seminararbeit zu erarbeiten, sodass die Seminararbeit folglich strukturiert mit den aus der Literaturrecherche gefilterten Inhalten gefüllt werden kann.
Eine Seminararbeit ist wissenschaftlich, weil ihre Aussagen überprüfbar und anhand von Quellen nachvollziehbar sein müssen. Die selbstständige Leistung zeigt sich vor allem in der Auswahl und Auswertung der Quellen, der eigenen Strukturierung des Themas sowie in der begründeten Bewertung und Verknüpfung der Erkenntnisse. Persönliche Erfahrungen können dabei einen Bezug zur Praxis herstellen, sollten aber kritisch eingeordnet werden.
Nach Fertigstellung der Seminararbeit wird diese in einem circa 15-minütigen Vortrag präsentiert. Dabei beschränkt man sich idealerweise auf die Ergebnisse und Kernaussagen der Seminararbeit. Durch eigene Erklärungen und Praxisbeispiele soll den übrigen Seminarteilnehmern das gewählte Thema veranschaulicht vorgestellt werden.
Vor allem für die bald anstehende Bachelorarbeit, war dies eine gute Übung, um bereits im Vorfeld Erkenntnisse bezüglich des wissenschaftlichen Arbeitens erlangen zu können. Für mich startet nun der letzte theoretische Abschnitt meines dualen Studiums: das Fachstudium III.
Bis bald!
Euer Robin

