Nun wurde die Wehranlage, die eine zentrale Rolle bei der ökologischen Steuerung des Wasserstands und damit für die Lebensbedingungen zahlreicher Vogelarten spielt, erfolgreich modernisiert. Bei einem gemeinsamen Vor-Ort-Termin verschafften sich Joachim Rodenkirch, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Bürgermeister Thomas Scheppe, Ortsbürgermeister Peter Hartogh sowie Vertreterinnen und Vertreter des NABU Daun, darunter die Erste Vorsitzende Anne-Ruth Windscheif, gemeinsam mit weiteren Beteiligten einen Eindruck von der modernisierten Anlage.
Das Naturschutzgebiet „Sangweiher“ ist ein herausragendes Brut-, Nahrungs- und Rastgebiet für zahlreiche Wasser- und Watvogelarten. Insbesondere für Watvögel und Gründelenten bietet das Gebiet wichtige Nahrungs- und Rastmöglichkeiten. Seit der Errichtung des Stauwehrs im Jahr 1987 hat sich der Sangweiher zu einem einzigartigen Lebensraum entwickelt, in dem Wasserflächen, Uferzonen und Feuchtwiesen eng miteinander verzahnt sind. Die gezielte Regulierung des Wasserstands ist dabei eine wesentliche Voraussetzung für den Schutz und die Entwicklung dieses ökologisch wertvollen Gebiets.
Die in den 1980er-Jahren errichtete Wehranlage war in die Jahre gekommen und nicht mehr zuverlässig funktionsfähig. Nachdem die SGD Nord im vergangenen Jahr Fördermittel für die Instandsetzung bewilligt hatte, wurde die gesamte Mechanik grundlegend überarbeitet. Anstelle der bisherigen Steuerung sorgt nun ein modernes, leichtgängiges Lenkradsystem für eine präzise und sichere Regulierung des Wasserstands. Damit ist der langfristige Betrieb der Anlage wieder gewährleistet.
„Mit der Instandsetzung der Wehranlage sichern wir ein wesentliches Instrument für den aktiven Naturschutz am Sangweiher. Die gezielte Regulierung des Wasserstandes ist entscheidend für den Erhalt der wertvollen Feuchtlebensräume und ihre Artenvielfalt“, betonte SGD-Nord-Präsident Joachim Rodenkirch, „mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die mit großem Engagement zum Gelingen beigetragen haben – insbesondere auch den ehrenamtlich Aktiven vor Ort.“
Bürgermeister Thomas Scheppe ergänzte: „Damit bleibt der Sangweiher als wertvoller Lebensraum für zahlreiche Vogelarten langfristig erhalten. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie kommunale Verantwortung, ehrenamtlicher Einsatz und staatliche Förderung zusammenwirken können“.
Im Rahmen des Termins wurde außerdem das ehrenamtliche Engagement von Georg Möhnen gewürdigt. Der heute 87-Jährige entwickelte bereits in den 1980er-Jahren die Idee zur Errichtung der Wehranlage und setzte sich maßgeblich für deren Umsetzung ein. Über mehr als vier Jahrzehnte regulierte er den Wasserstand des Sangweihers eigenhändig und sorgte so für optimale Wasserstände für die Vogelwelt. Künftig wird Dr. Christian Dietzen diese Aufgabe übernehmen.

