Die Verbandsgemeinde Daun hat ihre Kommunale Wärmeplanung erfolgreich abgeschlossen und damit einen strategischen Fahrplan für eine klimafreundliche und treibhausgasneutrale Wärmeversorgung bis spätestens 2045 erarbeitet. Der kommunale Wärmeplan wurde am 06. Mai 2026 durch den Verbandsgemeinderat beschlossen.
Die Wärmeplanung wurde mit Unterstützung der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes gefördert. Mit der Erstellung wurde das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) der Hochschule Trier beauftragt. Seit rund einem Jahr wurden hierzu eine umfassende Bestands- und Potenzialanalyse durchgeführt sowie gemeinsam mit relevanten Akteuren zukünftige Wärmeversorgungsgebiete und Entwicklungsszenarien erarbeitet.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Wärmeversorgung in der Verbandsgemeinde derzeit noch überwiegend auf fossilen Energieträgern basiert. Gleichzeitig bestehen große Potenziale zur Reduzierung des Wärmebedarfs durch energetische Sanierungen und moderne Heiztechnik. Zukünftig sollen verstärkt erneuerbare Energien wie Solarenergie, Biomasse, Geothermie sowie regionale Wärmequellen genutzt werden.
Im Fokus der Planung stehen drei Schwerpunktgebiete: „Lieserpark“, das „Schulzentrum“ in Daun sowie Schalkenmehren. Dort sollen der Ausbau bzw. Neubau von Wärmenetzen vertieft untersucht werden. Außerhalb dieser Bereiche werden überwiegend dezentrale Lösungen eine wichtige Rolle spielen.
Die Umsetzung der Maßnahmen kann schrittweise erfolgen und in den kommenden Jahren durch weitere Machbarkeitsstudien konkretisiert werden. Förderprogramme von Bund und Land sollen die wirtschaftliche Umsetzung unterstützen.
Zur Vorstellung der Ergebnisse lädt die Verbandsgemeinde Daun alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein zur
Abschlussveranstaltung Kommunale Wärmeplanung VG Daun
22. Juni 2026, 18:00 Uhr, Forum Daun
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas ScheppeIm Rahmen der Veranstaltung präsentieren Daniel Oßwald und Emanuel Altmeier vom IfaS die zentralen Ergebnisse der Wärmeplanung. Auch die Änderungen im Zuge der Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes (neu: Gebäudemodernisierungsgesetz – GModG) werden im Rahmen der Veranstaltung thematisiert. Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Fragen und Austausch.
„Die kommunale Wärmeplanung ist ein zentraler Baustein für den Klimaschutz in unserer Region und gleichzeitig eine große Chance für eine moderne und verlässliche Energieversorgung vor Ort“, erklärt Bürgermeister Thomas Scheppe. „Mit der Wärmeplanung wurde eine wichtige Grundlage geschaffen, um die Wärmewende in der Verbandsgemeinde strukturiert und klimafreundlich umzusetzen. Jetzt geht es darum, die Ergebnisse Schritt für Schritt in konkrete Projekte zu überführen. Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, an der Veranstaltung teilzunehmen und sich über die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung zu informieren.“
Kontakt für Rückfragen:
Klimaschutzmanagerin Natascha Steinbacher
Tel.: 06592 939-332 I E-Mail: klimaschutz@vgv.daun.de
Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

