Ziel des kommunalen Energiemanagements ist es, die Energieverbräuche der Liegenschaften der Verbandsgemeinde systematisch zu erfassen, auszuwerten und langfristig zu optimieren. Damit leistet die Verbandsgemeinde Daun einen wichtigen Beitrag zu mehr Energieeffizienz, Kostenreduzierung und einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.
Dafür werden die Verbräuche der größeren Gebäude, beispielsweise Schulen oder Kindergärten, in den Bereichen Heizung, Strom und Wasser regelmäßig erfasst und ausgewertet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung der Messwerterfassung und Datenübertragung. Bereits 14 Gebäude sind vollständig in das digitale Energiemanagement eingebunden, weitere Liegenschaften werden schrittweise integriert. Eine zentrale Software ermöglicht die Auswertung der Daten und bildet die Grundlage für Energieberichte, die Identifizierung von Einsparpotenzialen sowie die Planung gezielter Optimierungs- und Sanierungsmaßnahmen.
„Durch die systematische Erfassung unserer Verbrauchsdaten erhalten wir eine bessere Grundlage für Entscheidungen. Einsparungen lassen sich häufig bereits durch organisatorische oder technische Anpassungen erzielen – nicht nur durch große Investitionen“, erklärt Energiemanager Karl-Heinz Schweidler.
Im Bereich des digitalen Energiemanagements ist die Verbandsgemeinde Daun in Rheinland-Pfalz bereits vergleichsweise weit fortgeschritten. Die dabei gesammelten Erfahrungen stoßen auch bei anderen Kommunen auf Interesse. So stellte Karl-Heinz Schweidler Vertretern der Energieagentur Rheinland-Pfalz sowie Energiemanagern aus rheinland-pfälzischen Kommunen das digitale Energiemanagement der Verbandsgemeinde vor – von der Planung über die technische Umsetzung bis hin zur angestrebten Zertifizierung. Auch bei Fragen zur Einrichtung von Schnittstellen, Gateways oder zur Nutzung der Software konnte Schweidler seine Erfahrungen weitergeben. Am 18. August 2026 stellt er beispielsweise das kommunale Energiemanagement bei der „dena KEDI-Roadshow“, einer Veranstaltungsreihe der Deutschen Energie-Agentur (dena), in Mainz vor.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist die angestrebte Zertifizierung „Kommunales Energiemanagement (KOM-EMS)“. Dabei handelt es sich um einen länderübergreifenden Qualitätsstandard und ein Managementsystem für Städte und Gemeinden, mit dem Energieverbräuche und Treibhausgasemissionen in kommunalen Gebäuden durch organisatorische Maßnahmen dauerhaft gesenkt werden sollen. Der Zertifizierungsprozess wurde bereits gestartet. Unterstützt durch einen fachlichen Coach arbeitet die Verbandsgemeinde Daun daran, die Zertifizierung bis Ende 2026 erfolgreich abzuschließen.
„Der Aufbau eines funktionierenden Energiemanagements ist ein kontinuierlicher Prozess. Entscheidend ist, Strukturen zu schaffen, die dauerhaft wirken und uns helfen, Energieverbräuche besser zu verstehen und gezielt zu verbessern. Mit Karl-Heinz Schweidler haben wir einen erfahrenen, vernetzten und engagierten Energiemanager gefunden, der diesen Prozess erfolgreich vorantreibt“, betont Bürgermeister Thomas Scheppe.

