Rund 30 Einwohnerinnen und Einwohner von Utzerath kamen am 7. März 2026 zusammen, um gemeinsam über die Vergangenheit, Gegenwart und vor allem die Zukunft ihres Dorfes zu sprechen. Dabei entstanden viele neue Ideen und Impulse. Besonders wertvoll waren für die Teilnehmenden jedoch die zahlreichen guten Gespräche und neuen Kontakte, die über den Samstag hinaus weitergeführt werden sollen.
Im Austausch wurde deutlich, was Utzerath besonders auszeichnet: Gelebtes Brauchtum wie das Maibaumaufstellen, Sankt Martin oder das Osterklappern haben für viele einen hohen Stellenwert und prägen das Dorfleben. Auch die ruhige Lage der Ortsgemeinde wird sehr geschätzt, da es kaum Durchgangsverkehr gibt. Zudem gibt es bereits viele schöne Veranstaltungen, die das Gemeinschaftsleben bereichern – etwa das Dorffest, den Seniorentag oder die im vergangenen Jahr erstmals durchgeführte Adventsfenster-Aktion. Diese Aktivitäten zeigen, wie viel Engagement und Potenzial im Dorf stecken. Gleichzeitig wurde in den Gesprächen auch deutlich, dass sich viele wünschen, dass sich noch mehr Bürgerinnen und Bürger aktiv für das Gemeinwohl in der Ortsgemeinde einbringen. Denn obwohl Utzerath ein kleines Dorf ist, gibt es immer noch viele Gelegenheiten, einander besser kennenzulernen und die Dorfgemeinschaft weiter zu stärken.
Am Samstagnachmittag beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit Visionen und ganz konkreten Handlungsschritten für die Zukunft ihres Dorfes. Dabei zeigte sich schnell: Eine gute Kommunikation – insbesondere digital – spielt eine wichtige Rolle für das Miteinander im Ort. Eine Arbeitsgruppe wird sich daher mit dem Thema „Digitale Kommunikation“ befassen. Geplant ist unter anderem eine moderne und ansprechende Gestaltung der Dorfhomepage sowie ein aktiver Auftritt in den sozialen Medien, um Informationen besser zu teilen und mehr Menschen zu erreichen.
Ein weiteres Thema, das von vielen Teilnehmenden angesprochen wurde, ist die Gründung eines Dorffördervereins. Dieser soll künftig dabei helfen, das Brauchtum und die Traditionen im Ort zu pflegen und zu bewahren. Erste Schritte zur Gründung sollen zeitnah angegangen werden.
Auch der Pavillon am Spielplatz spielte in den Gesprächen eine wichtige Rolle. Dieser Ort soll künftig wieder stärker mit Leben gefüllt werden. Eine Arbeitsgruppe plant, dort vermehrt Veranstaltungen stattfinden zu lassen. Zusätzlich gibt es die Idee, in der Nähe des Spielplatzes einen Bouleplatz zu errichten, der als weiterer Treffpunkt für Jung und Alt dienen kann.
Eine weitere Arbeitsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, neue Formate und Aktionen im Dorf zu entwickeln. Denkbar sind zum Beispiel gemeinsame Spielenachmittage, Kurse zu verschiedenen Themen oder auch eine Bewirtung beim traditionellen Maibaumaufstellen.
Darüber hinaus soll auch das Thema Bewegung künftig eine größere Rolle in der Ortsgemeinde spielen. Hier gibt es bereits erste Ideen für gemeinsame Wandertage, Gymnastik- und Fitnessangebote sowie eine mögliche Erweiterung des Tischtennisangebots.
Die Zukunftskonferenz hat viele konkrete Ansätze hervorgebracht und vor allem gezeigt, wie viel Engagement und Gemeinschaftssinn in Utzerath steckt.

