Energiemanagement
Das Energiemanagement der Verbandsgemeinde Daun verfolgt das Ziel, Energieverbräuche systematisch zu erfassen, auszuwerten und nachhaltig zu optimieren. Hierzu werden die Energieverbräuche der größeren Gebäude der VG Daun – insbesondere in den Bereichen Heizung, Strom und Wasser – mindestens monatlich erfasst und dokumentiert.
Ein wesentlicher Bestandteil ist die fortschreitende Digitalisierung der Messwerterfassung und Datenübertragung. Die erhobenen Daten werden in ein digitales Monitoring- und Managementsystem integriert, um eine zentrale Auswertung sowie die automatisierte Erstellung von Berichten und Analysen zu ermöglichen.
Auf Grundlage dieser Daten werden Kennwerte gebildet, die eine transparente Bewertung der Energieverbräuche erlauben. Daraus können gezielt Rückschlüsse gezogen sowie Verbesserungsmaßnahmen, Einsparpotenziale und Sanierungsvorschläge entwickelt und konzipiert werden.
Ziel ist es, langfristig Energie- und Kostenreduzierungen zu erreichen. Dabei können Einsparungen oftmals bereits durch organisatorische oder technische Optimierungen erzielt werden – nicht zwangsläufig nur durch umfangreiche Investitionen oder hohe Kostenaufwendungen.
Darüber hinaus strebt die Verbandsgemeinde Daun die Zertifizierung „Kommunales Energiemanagement (KOM-EMS)“ an. Der Zertifizierungsprozess wurde bereits begonnen und angemeldet. Die Ausarbeitung läuft bereits mit dem Ziel, die Zertifizierung bis Ende des Jahres 2026 erfolgreich abzuschließen.
Zur fachlichen Unterstützung begleitet ein beauftragter Coach den gesamten Zertifizierungsprozess. Damit ist der erste wichtige Schritt auf dem Weg zu einem nachhaltigen und strukturierten kommunalen Energiemanagement bereits erfolgt.
Klimaschutz bei Gebäudeplanung
Die Verbandsgemeinde Daun hat in Kooperation mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz eine neue, kostenlose Broschüre veröffentlicht, die sich speziell an Bauherren, Bauinteressierte und Immobilienkäufer richtet. Unter dem Titel „Klimaschutz bei der Gebäudeplanung bedeutet Lebensqualität“ bietet die Broschüre wertvolle Tipps und praxisnahe Ratschläge für eine nachhaltige Gebäude- und Grundstücksgestaltung.
Die Broschüre richtet sich an all jene, die ein Gebäude planen, sanieren oder umbauen möchten. Außerdem gibt sie einen Überblick zur klimagerechten Gestaltung von Gärten und sonstigen Freiflächen. Hintergrund dieser Initiative ist der fortschreitende Klimawandel, der sich unter anderem durch eine deutliche Zunahme extremer Wetterereignisse bemerkbar macht. Hitzeperioden, Dürrephasen und Starkregen stellen Bauherren vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit bei der Energieversorgung angesichts steigender Energiepreise und zunehmenden Unsicherheiten bei den fossilen Energieträgern.
Die in der Broschüre aufgezeigten Maßnahmen bieten nicht nur die Möglichkeit, aktiven Umweltschutz zu betreiben, sondern mittel- bis langfristig auch in erheblichem Umfang Kosten einzusparen. Darüber hinaus lässt sich mit gut durchdachten Maßnahmen die Lebensqualität das ganze Jahr über steigern – drinnen wie draußen.

Gefördertes Projekt:
Implementierung des Energiemanagements in der VG Daun
Förderzeitraum:
01.06.2024 bis 30.06.2027 (3 Jahre)
Förderkennzeichen:
67K24117
Partner (bzw. Ansprechperson der Förderstelle, „Profi Online“):
Zukunft – Umwelt- Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Ansprechpartner:
Energieagentur Rheinland-Pfalz
Projektförderer:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
