Handlungsfeld 3: VG Daun – erreichbar versorgt!

    Handlungsfeld 8 rückt die Themen Infrastruktur, Anbindung und Mobilität in den Mittelpunkt. Im Bereich der Infrastruktur geht es darum, wie diese gesichert, ausgebaut oder weiterentwickelt werden kann. Wo dies nicht möglich ist, muss die Anbindung an vorhandene Infrastruktur verbessert werden.

    Inhaltlich werden Kommunikationsorte, die Angebote der Nahversorgung und der Gastronomie, die Sport-Infrastruktur, die technische Infrastruktur (Wasser, Abwasser), die Versorgung mit Post- und Finanzdienstleistungen wie auch der Brandschutz und die Verwaltung betrachtet. Nicht mit betrachtet wird hier der Bereich Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur (siehe HF 2) und medizinisch-pflegerische Infrastruktur (siehe HF 7).

    Im Bereich der Anbindung und Mobilität werden die Versorgung mit breitbandigem Internet, die Entwicklung und Umsetzung einer Digitalstrategie sowie der Ausbau nachhaltiger Mobilitätsangebote thematisiert.

    1. KOMMUNIKATIONSORTE weiterentwickeln

    Im Rahmen der Erarbeitung der Regionalstrategie Daseinsvorsorge der VG Daun (als MORO-Modellvorhaben) wurde u.a. der Bereich der Kommunikationsorte bearbeitet. Als Ergebnis wurde 2013 ein Masterplan (Ergebnisse der Regionalstrategie Daseinsvorsorge der Verbandsgemeinde Daun für den Infrastrukturbereich Kommunikationsorte, 2013) vorgelegt, der die Vision der gesunden VG Daun für den Bereich der Kommunikationslandschaft konkretisierte und Empfehlungen für deren Weiterentwicklung aussprach.

    Die Empfehlungen lassen sich in zwei Bereiche aufteilen: Zum einen wurde ein Prozessvorschlag zur ganzheitlichen Weiterentwicklung der Kommunikationslandschaft im Dorf erarbeitet. Denn in den meisten Orten gibt es nicht nur einen Kommunikationsort, sondern mehrere. Dieser Prozess, der die heutigen Anforderungen und Wünsche der Dorfgemeinschaft an die Kommunikationslandschaft aufnimmt und zugleich aus dem Bild der Zukunft heraus Angebote entwickelt, soll die Dörfer dabei unterstützen, ihrer Kommunikationslandschaft zukunftsfähig aufzustellen. Zum Zweiten wurden Möglichkeiten der Belebung von Kommunikationsgebäuden vorgestellt, die den Dörfern als Anregung dienen sollen.

    Im Zuge der darauffolgenden Jahre rückte das Thema Potenzialentfaltung (siehe hierzu auch Dauner Thesen 2016: Die ländliche Kommune als Potenzialentfaltungsgemeinschaft) stärker in den Blickpunkt. Bürgerhäuser sollen zu offenen Orten der Potenzialentfaltung weiterentwickelt werden. Dies ist in unterschiedlichen Ausprägungen möglich, ein Beispiel für offene Räume der Potenzialentfaltung stellen die in Österreich entwickelten Otelos (Offene Technologielabore im ländlichen Raum. Sie verstehen sich als Labore und Experimentierräume. In ihnen wird Freiraum zur Verfügung gestellt, der gemeinsames Arbeiten und Wirken in spielerischer Weise zulässt. Es muss nichts Funktionierendes oder Verwertbares entstehen, Zielvorgaben gibt es nicht. Otelos sind Räume der Inspiration, der Kreativität und der herzlichen Beziehung.) dar.

    Die Weiterentwicklung der Bürgerhäuser hin zu offenen Potenzialentfaltungsräumen muss ggf. Überlegungen zur Entwicklung von offenen Kulturzentren (siehe HF 11) sowie zur Einrichtung eines Mehrgenerationenhauses in Daun oder Gillenfeld (siehe HF 2) berücksichtigen, da diese Ansätze Überschneidungen aufweisen.

    Die Weiterentwicklung dieses Infrastrukturbereiches ist bislang noch nicht sehr weit vorangetrieben worden. Positiv hervorzuheben ist, dass die Verwaltung im Zuge von anstehenden Sanierungsmaßnahmen in Bürgerhäusern die Empfehlungen des Masterplans Kommunikationsorte berücksichtigt. Entsprechend der aktuellen gesetzlichen Vorgaben beinhaltet die Sanierung von Bürgerhäusern auch immer Maßnahmen zur energetischen Optimierung und zur Sicherung der Barrierefreiheit. Umfassende Prozesse, die die heutigen Anforderungen der Dorfbewohner an die Kommunikationslandschaft aufnimmt und zugleich aus dem Bild der Zukunft heraus Angebote entwickelt, sind bislang – wohl auch aufgrund der Sensibilität des Themas – nur sehr vereinzelt umgesetzt worden. Hier sind zukünftig die Dörfer wie auch die Verwaltung aufgefordert, proaktiv oder spätestens bei akutem Handlungsbedarf in einem der Kommunikationsgebäude, sich mit der Zukunftsfähigkeit der gesamten Kommunikationslandschaft auseinanderzusetzen.

    Im Masterplan Kommunikationsorte wurde ebenfalls die schrittweise Einführung eines Gebäudemanagements empfohlen – dies befindet sich mittlerweile im Aufbau.

    Ein großes Aufgabenfeld in den nächsten Jahren liegt zudem in der Sanierung von Mehrzweckhallen und weiteren großen Hallengebäuden.

    2. NAHVERSORGUNG und GASTRONOMIE zukunftsfähig gestalten

    Um den Bereich Nahversorgung und Gastronomie zukunftsfähig zu gestalten, gilt es, die Nachfolge der Unternehmen wie auch Existenzgründer in diesem Bereich zu unterstützen. Hier sind bereits die Wirtschaftsförderung Vulkaneifel GmbH (siehe hierzu HF 1), die Gesundheitslandschaft Vulkaneifel e.G. wie auch die Regionalmarke Eifel aktiv.

    Darscheid verfolgt derzeit den Ansatz, einen durch die Weggemeinschaft Vulkaneifel betriebenen inklusiven Dorfladen in der Neuen Mitte Darscheid zu etablieren.

    Weitere Ansätze, wie konkret die Nahversorgung und das gastronomische Angebot in der Fläche gesichert werden können, sind noch zu erarbeiten.

    Weitere Maßnahmenbereiche sind:

    3. SPORT-INFRASTRUKTUR sichern und weiterentwickeln

    4.POST- und FINANZDIENSTLEISTUNGEN in der VG Daun sichern

    5. FEUERWEHR

    6. VERWALTUNG zukunftsfähig aufstellen

    7. Versorgungsituation mit BREITBANDIGEM INTERNET verbessern

    8. DIGITALISIERUNG weiter vorantreiben

    9. NACHHALTIGE MOBILITÄTSANGEBOTE ausbauen