Handlungsfeld 1: VG Daun – wir unternehmen was!

    Im Handlungsfeld 1 werden Ansätze zusammengefasst, die dazu beitragen, die Rahmenbedingungen unternehmerischen Handelns zu verbessern und die Attraktivität der Verbandsgemeinde Daun als Arbeitsstandort zu stärken. Ebenso soll die Attraktivität ansässiger Unternehmen als Arbeitgeber gestärkt werden, um so dem immer deutlicher werdenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Darüber hinaus steht die Förderung einer Kultur der Selbständigkeit im Fokus dieses Handlungsfeldes. Zielgruppe sind hier Unternehmen, Existenzgründer und Freiberufler sowie Arbeitnehmer. In diesem Handlungsfeld wurde in den vergangenen Jahren bereits viel getan.

    Hauptakteure sind hier neben anderen die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel mbH und die Verbandsgemeinde Daun, insb. mit ihrer Wirtschaftsförderung. Im Wesentlichen sind die entwickelten oder begonnenen Ansätze zu verstetigen und wo nötig weiterzuentwickeln oder zu intensivieren. Vereinzelt werden auch neue Ansätze verfolgt.

    Neben den nachfolgend skizzierten Maßnahmenbereichen wird die wirtschaftliche Entwicklung von weiteren Standortfaktoren beeinflusst. Neben den bekannten weichen Standortfaktoren wie bspw. der Bildungs- und Betreuungssituation oder der Wohnqualität wird hier insb. auf den Maßnahmenbereich „Versorgungssituation mit breitbandigem Internet und Mobilfunk verbessern“ (Handlungsfeld 3) und den Maßnahmenbereich „Unternehmen für ein Engagement in der ländlichen Strukturentwicklung gewinnen“ (Handlungsfeld 5) verwiesen. Ansätze des Regions- und Standortmarketings (siehe Handlungsfeld 10) tragen ebenfalls zur Stärkung der Verbandsgemeinde Daun als Arbeitsort bei.

    Die VG Daun sieht in diesem Handlungsfeld verschiedene Maßnahmenbereiche vor, die hier exemplarisch näher vorgestellt werden:

    1. BESTAND ansässiger UNTERNEHMEN pflegen

    Eine der klassischen Aufgaben der Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde Daun wie auch der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel mbH ist die Bestandspflege ansässiger Unternehmen.

    Diese wird auch zukünftig fortgeführt. Unternehmen sollen durch möglichst optimale Rahmenbedingungen unterstützt und so am Standort gehalten werden. Die Verbandsgemeinde Daun kann hier ihren Vorteil der kurzen Wege und des persönlichen Kennens aktiv nutzen. Sie wird sich auch weiterhin als zuverlässiger Partner der Unternehmen präsentieren und einen engen Kontakt pflegen.

    2. FACHKRÄFTE anwerben und binden

    Bereits heute zeichnet sich in ein Fachkräftemangel in nahezu allen Bereichen ab (ins. Medizin, Pflege, Tourismus, Gastronomie, Handwerk, Technik, etc.), der sich mit Blick auf die Zukunft weiter verstärken könnte. (Ansätze zur Begegnung des Fachkräftemangels im Bereich Medizin und Pflege siehe Handlungsfeld 7.)

    Um diesem entgegenzuwirken, werden bereits viele Schritte unternommen (siehe SWOT Wirtschaft). Diese gilt es, fortzuführen und zum Teil zu intensivieren. Beispielsweise werden Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Region durch verschiedene Maßnahmen bekannter gemacht. Wenngleich es zwar nicht für jeden Beruf in der Verbandsgemeinde Daun einen Arbeitsplatz gibt, so sind es doch weit mehr, als vielen Arbeits- und Ausbildungssuchenden bewusst ist.

    Ein besonderes Augenmerk soll auch auf den Ausbau dualer Studiengänge gelegt werden, da sich so eine höhere Ausbildung mit praktischen Erfahrungen in Unternehmen vor Ort kombinieren lässt.

    Große Wirkung hätte die Gewinnung einer Hochschule (z.B. Trier oder Kaiserslautern) für die Einrichtung einer Zweigstelle in der Verbandsgemeinde Daun. Hieran sollte gearbeitet werden, entsprechende Kontakte sind zu nutzen.

    Der Fachkräftemangel im Bereich Tourismus und Gastronomie trifft viele Regionen und ist für touristische Regionen besonders problematisch. Eine Idee, die in anderen Regionen bereits erfolgreich praktiziert wird, ist die Schaffung eines Ausbildungsrestaurants für Jugendliche, die einer besonderen Hilfe bedürfen. (Das NEZ Darscheid hatte ebenfalls bereits einen ähnlichen Ansatz verfolgt, hier ist noch einmal ein intensiver Austausch zu suchen, warum dieser letztlich nicht funktioniert hat.) Beispielsweise böte das seit einigen Jahren leerstehende Restaurant im TGZ hierfür entsprechende Räumlichkeiten.

    3. ARBEIT 4.0: Chancen der DIGITALISIERUNG nutzen

    Die Entwicklung im Bereich der Digitalisierung stellt für Unternehmen nicht nur eine Herausforderung, sondern ebenso eine Chance dar. Ein Ansatz ist es hier, Impulse zur „Zukunft der Arbeit“ in die Unternehmerschaft zu geben, um so die Digitalisierung der Wirtschaft voranzutreiben. Hieran arbeitet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel mbH.

    Seit Kurzem verfügt das TGZ über 4 Co-Working-Plätze. Ob diese Plätze den Bedarf decken oder ob mittelfristig ein weiterer Bedarf nach einem Co-Working-Space in der Kernstadt Daun besteht, ist noch unklar. Auch wenn in den allermeisten Fällen aufgrund der großzügigen Wohnsituation die Möglichkeit für ein Homeoffice besteht, bietet ein Co-Working-Space die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen und Netzwerke zu bilden. Gerade für Kleinstunternehmen/ Freiberufler kann die Kernstadt Daun ein interessanter Standort sein

    Die stärkere Digitalisierung des Einzelhandels, die bereits begonnen wurde (siehe Kapitel 5.2.10), ist ebenfalls hier einzuordnen.


    Weitere Maßnahmenbereiche sind:

    4. EXISTENZGRÜNDUNGEN fördern

    5. GESUNDE UNTERNEHMEN – Gesundheit in Unternehmen fördern

    6. FAMILIENFREUNDLICHE UNTERNEHMEN – Familienfreundlichkeit von Unternehmen fördern

    7. Regionale WERTSCHÖPFUNGSPOTENZIALE im Tourismus stärker ausschöpfen

    8. UNTERNEHMENSNETZWERKE ausbauen und fördern

    9. EINZELHANDEL zukunftsfähig aufstellen