Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor dem Mehrener Bürgerhaus, Quelle: Daniel Weber, Verbandsgemeindeverwaltung Daun, 2018

    Zukunftskonferenz in Mehren – erfolgreich!

    Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich am 26. und 27. Mai rund 50 Mehrener Bürgerinnen und Bürger im Bürgerhaus zusammen, um sich Gedanken über die Zukunft von Mehren zu machen. Auch ganz konkrete Projekte und Maßnahmen wurden bereits geplant.

    „Ich freue mich, dass ihr alle heute gekommen seid, um gemeinsam über die Zukunft von Mehren nachzudenken“, begrüßte Ortsbürgermeister Erwin Umbach die Teilnehmenden zur Zukunftskonferenz. Zwei halbe Tage mit Arbeitsgruppenarbeit standen da den Mehrener Bürger noch bevor. Und der Samstag und Sonntag wurde gut genutzt – um gemeinsam zu diskutieren, neue Kontakte im Dorf zu knüpfen und Ideen weiterzuspinnen.

    Der Samstag diente zunächst dazu, herauszuarbeiten, wo Mehren heute steht -  im Positiven wie im Negativen. Anschließend stand ein Blick in die Zukunft auf dem Programm „Es darf jetzt herumgesponnen werden“, erläuterte Verena Welter vom WEGE-Büro, die gemeinsam mit ihrem neuen Kollegen Daniel Weber sowie Dr. Andrea Soboth und Caroline Seibert vom Institut für Regionalmanagement (IfR) durch die Zukunftskonferenz führte. Es galt, Ideen zu entwickeln, wie Mehren im Jahre 2030 aussehen könnte. Ist Mehren dann ein grünes, buntes oder kümmerndes Dorf, ein Dorf mit Kultur oder ein vernetztes Dorf? Haben wir dann ein Tomatenfest mit einem Tomatenkönig oder einer Tomatenkönigin? – dies waren nur ein paar der vielen Ideen.

    Am zweiten Tag wurde es dann konkret: Aus den entwickelten Ideen bildeten sich Arbeitsgruppen, die an einzelnen Projekten arbeiten werden. Insgesamt wurden neun Arbeitsgruppen gegründet. Alle stellten ihre Projektideen den Anwesenden vor.

    „Mehren ist teilweise ein schlafendes Dorf. Das hat mich seit gestern beschäftigt. Daher haben wir uns in unserer Arbeitsgruppe der Begrüßung von Neubürgern angenommen. Wir müssen auf sie persönlich zugehen, anders funktioniert es nicht.“ so Dieter Schüller für die Arbeitsgruppe.

    Die Arbeitsgruppe „Garten für Alle“ möchte einen Gemeinschaftsgarten aufbauen und Brachflächen zum Blühen bringen. Sie hat während der Zukunftskonferenz spontan noch einen kurzen Ortsrundgang durchgeführt, um direkt erste Flächen für einen solchen Gemeinschaftsgarten in den Blick zu nehmen.

    Ideen der Jugendlichen für einen Entspannungspfad; Quelle: Daniel Weber, Verbandsgemeindeverwaltung Daun, 2018


    Die Arbeitsgruppe Sport, in der sich die Vertreter der Jugend wiederfanden, wollten z.B. einen offenen Turnhallentag und einen Mountainbike-Tag ins Leben rufen. Ein anderes Thema, das ebenfalls von jüngeren Teilnehmerinnen entwickelt wurde, war ein Entspannungspfad, u.a. mit einer Hängematte mit Hotspot für die Jugendlichen.




    Ideen der Jugendlichen für einen Entspannungspfad
    Quelle: Daniel Weber, Verbandsgemeindeverwaltung Daun, 2018


    Die Arbeitsgruppe Vernetzung und Kommunikation will z.B. nach der Zukunftskonferenz Senioren ansprechen und diese bei Interesse in Sachen Internet und Smartphone-Nutzung fit machen. Interesse fand auch die Idee einer Dorf-App, hier will man sich bei anderen Ortsgemeinden der VG Daun informieren und sich austauschen.

    Die Arbeitsgruppe Kultur hatte die Idee, eine Dorfzeitung ins Leben zu rufen. Zudem wurde diskutiert, ob man eine Umfrage im Dorf starten könne. Es gäbe sicherlich viele Talente in Mehren, die aber gar nicht bekannt sind.

    Ein großes Thema war auch die Schaffung offener Treffpunkte und Begegnungsmöglichkeiten für Jung bis Alt, dem sich eine Arbeitsgruppe widmete.

    Die Möglichkeiten der Einrichtung einer Jugendfeuerwehr - ein Wunsch der anwesenden Jugendlichen - wird in der kommenden Zeit die Arbeitsgruppe Jugendfeuerwehr prüfen.

    Mit dem Aufstellen von Übersichtskarten für Wanderer an wichtigen Knotenpunkten z.B. an der Waldschule oder auf der Nast oder der stärkeren Bekanntmachung des Mehrener Maars (einem Trockenmaar) will sich die Arbeitsgruppe Tourismus beschäftigen.

    Die Teilnehmenden wie auch Erwin Umbach zogen ein rundum positives Fazit zur Zukunftskonferenz. Einzelne Arbeitsgruppen haben sich gleich für ein nächstes Treffen verabredet. Herr Umbach lud zudem alle Interessierten auch dazu ein, an den öffentlichen Ortsgemeinderatssitzungen (am jeweils 1. Dienstag im Monat) teilzunehmen.


    Im Rahmen des LEADER-Projektes der LAG Vulkaneifel „
    VG Daun – auf vielen WEGEn zu resilienten Dörfern“ werden u.a. die vier Modellortsgemeinden Darscheid, Dreis-Brück, Mehren und Mückeln in ihren selbst organisierten Entwicklungsprozessen begleitet.