8 Jahre WEGE-Prozess: WEGE-Konferenz zieht positive Bilanz

    Der WEGE-Prozess, darin waren sich die rund 100 Teilnehmenden der WEGE-Konferenz am 12. November einig, ist eine Erfolgsgeschichte. Seit dem Start im Frühjahr 2010 konnten bereits zahlreiche Projekte umgesetzt und viele Dörfer zu eigenen Aktivitäten inspiriert werden. Zukunftsaufgaben sahen die Teilnehmenden aber weiterhin und formulierten diese für die weitere Arbeit in der VG Daun.

    Bürgermeister Werner Klöckner freute sich, dass so viele der Einladung zur WEGE-Konferenz gefolgt waren. In seiner Begrüßung spannte er den Bogen von der 1. WEGE-Konferenz in 2010 in Darscheid über die aktuellen Arbeiten im Entwicklungsprozess. Als bedeutenden Meilenstein hob er den Beginn der Arbeit in sog. Zukunftskonferenzen in den Dörfern im Jahr 2015 hervor. „Es war ein Experiment! “ – so Werner Klöckner. Mittlerweile konnten auf diesem Weg bereits viele Dörfer aktiviert werden – dies bestätigten die Vertreter aus den Ortsgemeinden. „Mit der Zukunftskonferenz ist es gelungen, unsere Bürgerinnen und Bürger zu begeistern!“ – so Egon Bauer, Ortsbürgermeister aus Bleckhausen.

    Das WEGE-Team gab einen Einblick in die Vielzahl der umgesetzten Projekte und Initiativen, die im Rahmen einer Plakatausstellung für die Teilnehmenden aufbereitet wurden.

    Verena Welter aus dem WEGE-Büro machte deutlich, dass mittlerweile über 1500 Menschen ehrenamtlich im WEGE-Prozess aktiv seien, Engagierte in Vereinen und politischen Gremien noch nicht mitgerechnet. „Dieses Engagement und die vielen selbst gesteuerten dörflichen Prozesse, die durch die Zukunftskonferenzen ausgelöst werden, sind wichtig für die Widerstandsfähigkeit der VG Daun mit Blick auf den gesellschaftlichen Wandel,“ so Dr. Andrea Soboth, IfR, die den Abend moderierte. Denn die Weiterentwicklung der Entwicklungsstrategie mit diesem besonderen Fokus auf Resilienz (Widerstandsfähigkeit) ist aktuell Aufgabe in der Verbandsgemeinde.

    Im zweiten Teil des Abends diskutierten die Teilnehmenden über ihre Wünsche für die Zukunft.

    Ein großes Thema war die Kommunikation über die vielen Aktivitäten in der gesamten Verbandsgemeinde und in den Dörfern. Als Ansätze wurden der Aufbau einer Dorf-app mit dem Feature WEGE und eines Radiosenders genannt, aber auch der persönliche Austausch war den Teilnehmenden wichtig.

    Weiter bewegte die Anwesenden die Frage: Wie schaffen wir es, dass junge Menschen bleiben oder nach erfolgter Ausbildung wieder in die Region zurückkehren? Was können wir tun, um Menschen für ein Leben in der Vulkaneifel zu begeistern? Markus Göbel vom Dauner Viadukt von Jung bis Alt machte deutlich: „Wir haben hier etwas zu bieten! Wir müssen aktiv um junge Leute werben – mit unseren Arbeitsplätzen, attraktiven Wohnmöglichkeiten, kostenlosen Kindergartenplätzen, einem breiten Schulangebot und tollen Freizeitmöglichkeiten.“

    Zukunftsthema ist auch die stärkere Anerkennung des Ehrenamtes – z.B. mittels eines Ehrenamttages im Dorf. Diskutiert wurde zudem über den Ausbau der Gesundheitsprävention, den Abbau von Bürokratie und die Verbesserung der Mobilität. Die beiden vorhandenen Bürgerbusse sollten noch stärker in den Dörfern ins Bewusstsein gebracht werden.

    Die vielfältigen Anregungen des Abends – wie auch die Ergebnisse einer Befragung im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags – fließen in die weiteren Arbeiten ein.

    Die Anwesenden – so das Fazit des Abends – waren sich einig: Wir haben schon viel erreicht und machen weiter - gemeinsam! 

    Unter Downloads können Sie sich auch die WEGE-Konferenz 2018 Dokumentation herunterladen.

    Die WEGE-Konferenz 2018 war Teil des LEADER-Projektes der LAG Vulkaneifel „VG Daun – auf vielen WEGEn zu resilienten Dörfern“.