9 Jahre WEGE-Prozess: So geht es weiter...

    Am 25. März wurde die neue Entwicklungsstrategie für die Verbandsgemeinde Daun und ihre Ortsgemeinden öffentlich vorgestellt. In 12 Handlungsfeldern wurden Ansätze und Projekte entwickelt, die nun umgesetzt werden sollen. Und es wurde auch deutlich: Es gibt bereits viele konkrete Ansätze in den Dörfern, wie die Vision der gesunden Verbandsgemeinde Daun in den kommenden Jahren umgesetzt werden kann.

    Rund 80 interessierte Personen waren im Forum Daun zusammengekommen, um den Blick in die neue Entwicklungsstrategie zu werfen. Die bisherige Entwicklungsstrategie stammte noch aus den Anfängen des WEGE-Prozesses im Jahr 2010 und wurde daher in den letzten Monaten aktualisiert. Hieran haben viele mitgewirkt, bspw. auf der letzten WEGE-Konferenz.

    Caroline Seibert vom Institut für Regionalmanagement stellte die Eckpunkte der neuen Strategie vor. Hierbei wurde sie tatkräftig unterstützt durch zahlreiche Beiträge aus den Dörfern und von Projektakteuren. In 12 Handlungsfeldern wurden Ideen und Maßnahmen aufgegriffen, die Bestehendes fortführen und weiterentwickeln oder neu hinzugekommen sind.

    Ein neues Handlungsfeld ist z. B. das Handlungsfeld „VG Daun – hat Kultur“, das aus einer „Kulturwerkstatt“ mit Künstlern und Kulturschaffenden in 2018 hervorgegangen ist. Hier werden Vision und konkrete Ansätze im Kulturbereich zusammengeführt und durch das „Netzwerk Kultur in der Vulkaneifel“ weiterbearbeitet.

    Neben Projekten der Verbandsgemeinde oder in der Zusammenarbeit mit der Region liegt auch im weiteren WEGE-Prozess ein Schwerpunkt der Aktivitäten auf Ebene der Dörfer.

    „Das wichtigste Kapital einer Gemeinde sind die Menschen. Ihnen einen Rahmen zu geben, so dass sie sich einbringen können, das ist das Wichtigste.“ – so leitete Werner Klöckner die Vorstellung von ausgewählten Dörfern ein, die bereits eigene Prozesse und Projekte organisieren.

    In den vier ausgewählten Dörfern zeigte sich, dass es ganz viele, kleinere und größere Ansätze gibt, die man vor Ort in Angriff nehmen kann.

    Herr Thönnes berichtete von der hohen Beteiligung bei der Umgestaltung des Brunnenplatzes und der Anlage einer Boulebahn in der Ortsmitte von Darscheid. Herr Jax und Frau Löhr-Hoffmann aus Dreis-Brück stellten die Dorf-Zeitung und ihren neuen Dorf-Treff vor. Sie hoben zudem die hohe Bedeutung der Kommunikation im Ort hervor. „Viele haben sich vorher nicht gekannt, es sind neue Freundschaften entstanden“ – so Herr Jax. Zwei Vertreter aus Mehren berichteten von den Aktivitäten der Gartengruppe und des Nähtreffs. Den Abschluss bildete Herr Knüvener aus Schönbach, wo jedes Jahr eine Zukunftskonferenz durchgeführt wird.

    In zwei Punkten waren sich die vier Dörfer sofort einig. 1. Mit der Durchführung einer Zukunftswerkstatt kann viel in Gang gesetzt werden im Dorf und 2. sie würden es immer wieder tun!

    Am Ende der Veranstaltung war damit klar:
    In den Dörfern der VG Daun ist das Format Zukunftskonferenz mit anschließenden selbstorganisierten Arbeitsgruppen ein Erfolgsrezept, was allen anderen empfohlen werden kann.

     

    Foto: Die Teilnehmenden der Veranstaltung. Quelle: Weber.
    Abb. Die Vision und die 12 Handlungsfelder der Entwicklungsstrategie, Layout: Dieter Klas.

     

     

    Netzwerk Kultur in der Vulkaneifel

    1. Treffen am Mittwoch, den 17.04.2019 von 18 - 20 Uhr im Druckhaus Schneider, Lindenstr. 14 in Daun

    Thema „offenes Kulturzentrum in Daun“

    Interessierte Künstler und Kulturschaffende sind herzlich eingeladen.

    Um Anmeldung beim WEGE-Büro
    Daniel Weber, Tel. 06592 939-225, E-Mail:
    wird gebeten.