Regionale telemedizinische Vernetzung

    Am 06.07.2022 fand eine zweistündige Online-Veranstaltung zum Thema „regionale telemedizinische Vernetzung“ statt, organisiert durch Bürgermeister Thomas Scheppe in Kooperation mit dem InnoNet HealthEconomy e. V. (Verein der Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz), Geschäftsführerin Elke Butzen-Wagner. „Digitalisierung geht jeden an“, so Scheppe. „Wir brauchen besonders in ländlichen Strukturen eine Sicherstellung der medizinischen und pflegerischen Versorgungen für unsere Bürgerinnen und Bürger. Es ist oft zu weit für einen Kontrolltermin einer Nachuntersuchung nach Daun oder Trier zu fahren, daher braucht es digitale Lösungen“.

    17 Ärztinnen und Ärzte aus der Region besuchten die Veranstaltung. Vorgestellt wurden digitale Lösungen des telemedizinischen Netzwerks der MedEcon Telemedizin GmbH, wozu 590 Einrichtungen in Deutschland gehören, u. a. die Universitätsmedizin Mainz, Ansprechpartner Prof. Peter Mildenberger, leitender Oberarzt der Radiologie.

    Die CompuGroup aus Koblenz stellte digitale Kommunikationsplattformen vor, die mehr als nur eine Videosprechstunde sind. Der „digitale Arztbesuch“ für Ärzte und Patienten wurde mit seinen Vor- und Nachteilen präsentiert. „Wir müssen Medizin vernetzter denken. Die künftigen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen erfordern neue Ansätze und digitale Lösungen“, so Julia Opstals der Firma Allm EMEA GmbH, die die Kommunikationsplattform Join für medizinische Fachkräfte vorstellte.

    Die digitale Vernetzung rund um Patienten hat die m.Doc GmbH im Fokus. Peter Salathe erläuterte: „Die digitale Begleitung vor, während und nach dem Klinikaufenthalt erleichtert die Vorbereitung, die Therapie und den Übergang in Reha, Pflege und die weitere Versorgung.“ Und ganz wichtig – alle Beteiligte werden entlastet, sowohl die Patienten als auch die Mitarbeitenden im Krankenhaus. „Wir wollen unseren Patienten ersparen, eine einfache Strecke von 80 Kilometern für ein 12-Minuten-Aufklärungsgespräch zurückzulegen – damit dann am Folgetag die eigentliche Aufnahme erfolgen kann“, so Salathe.

    All diese Möglichkeiten der digitalen Lösungen können angewandt werden! Es braucht eine Transparenz und eine Sicherung der Datenschutzgrundverordnung. Transparenz und Möglichkeiten der Digitalisierung sichtbar zu machen, war Ziel und Diskussionsgrundlage der Veranstaltung.

    „Eine effiziente Patientenversorgung, bei der jeder Eiflerin bzw. jedem Eifler die gesetzlich vorgeschriebene Erreichbarkeit eines Augenarztes in einer halben Stunde mit maximal vier Wochen Wartezeit gewährleistet werden kann, ist nur bei einer freundlichen und kollegialen Vernetzung der Augenärzte möglich – bei der auch Telemedizin eine Rolle spielt“, meint Prof. Martin Wenzel, leitender Augenarzt der Augenklinik Petrisberg in Trier. „Die zweistündige Sitzung war zu kurz“, meint Sanitätsrat Dr. Rafael Hoffmann, Augenarzt in Daun, und wünscht sich eine Folgeveranstaltung. Diese wird im Herbst 2022 stattfinden.