Wie lässt sich der eigene Heizenergieverbrauch bewerten?

    Der Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser ist häufg ein großer Kostenfaktor bei den Nebenkosten. Wie viel Energie ein Haus oder eine Wohnung verbraucht, hängt von der Qualität der Dämmung und der Efzienz der Heizungsanlage, von den Klimabedingungen am Wohnort, sowie vom Verhalten der Bewohner ab.

    Erfahrungswerte zeigen, dass der Heizenergieverbrauch eines nicht modernisierten Altbaus um bis zu fünf Mal größer sein kann als der eines neuen Energiesparhauses. Wie lässt sich nun der eigene Verbrauch bewerten? Einen ersten Anhaltspunkt liefert der so genannte Energieverbrauchskennwert. Diesen errechnet man, indem man den Brennstofverbrauch im Jahr durch die beheizbare Wohn- und Nutzfäche teilt. Um Gebäude unabhängig von ihrer Brennstofart miteinander vergleichen zu können, muss man den Verbrauch zunächst in eine einheitliche Energiemenge umrechnen. Hierzu ist es gut zu wissen, dass der Energieinhalt von einem Liter Heizöl bei etwa 10 Kilowattstunden (kWh) liegt. Bei Erdgas als Brennstof kann man den Gesamtverbrauch in Kilowattstunden der letzten Jahresrechnung entnehmen. Verbraucht also ein Einfamilienhaus 2500 Liter Heizöl im Jahr, entspricht dies etwa 25.000 Kilowattstunden. Der Energiekennwert von bisher nicht modernisierten Altbauten liegt oft über 200 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr. Ziel einer umfassenden wärmetechnischen Modernisierung sollte ein Wert von deutlich unter 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr sein. Damit werden auch die Heizkosten mehr als halbiert.
    Individuelle Beratung zu allen Fragen des Energiesparens bieten die Energieberater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nach telefonischer Voranmeldung. Die Beratungsgespräche sind kostenlos.

    In Daun fndet die Sprechstunde des Energieberaters am Donnerstag, dem 28.11.2019 von 14.15 bis 17.15 Uhr in der Verbandsgemeindeverwaltung, Sitzungsraum 105, Leopoldstraße 29 statt; Voranmeldung unter 06592 939-314.