Experte oder buntes Bild?

    Wärmebilder - auch Thermografien genannt - sind beliebt bei Eigenheim-Besitzern und auch bei Mietern, die ihrem Vermieter die schlechte Qualität der angemieteten Wohnung eindrücklich vermitteln wollen.

    Tatsächlich kann eine Thermografie-Aufnahme wertvolle erste Hinweise auf energetische Schwachstellen des Hauses geben - auch Wärmebrücken werden sichtbar, die mit bloßem Auge nur für einen Fachmann erkennbar sind. Allerdings: Die Kosten für fachmännisch aufgenommene Bilder liegen bei mindestens 300 Euro. Die Aufnahmen müssen nachts bei Minusgraden erfolgen, das Haus muss orher gleichmäßig beheizt worden sein und es darf nicht regnen. Der Berater sollte sich das Haus auch von innen angesehen haben und sich einen Eindruck über mögliche Schwachstellen verschafft haben. Das sind nur einige der vielen Punkte, die zu beachten sind, damit die Aufnahmen gelingen.
    Auch die Auswertung erfordert ein hohes Maß an Fachwissen und Erfahrung, denn die bunten Bilder sagen nicht aus, wie viel Wärme verloren geht und wie viel davon eine Dämmmaßnahme einsparen könnte. Deshalb ist eine Energieberatung vor Ort manchmal die bessere Alternative zu einem farbenfrohen Wärmebild. Erfahrene Berater wissen, bei einem Gang durch das Haus häufig auch ohne Thermografie, an welchen Stellen die meiste Wärme entweicht und können abschätzen, wie eine Sanierung am besten erfolgt.
    Die unabhängigen Energieberater der Verbraucherzentrale können in einem persönlichen Beratungsgespräch bei der Beurteilung von vorhandenen Thermografie-Aufnahmen Hinweise oder anhand von Unterlagen Empfehlungen zu sinnvollen Modernisierungsmaßnahmen oder weiterführenden Beratungsmöglichkeiten geben. Die Beratung ist kostenlos.

    In Daun finden die nächsten Sprechstunden des Energieberaters am Donnerstag, dem 22.08.2019 von 14.15-17.15 Uhr in der Verbandsgemeindeverwaltung Sitzungsraum 105, Leopoldstraße 29 statt.

    Telefonische Voranmeldung unter 06592 939-314.