Mückeln ist ausgezeichnet!

    Im Rahmen der Grünen Woche 2018 in Berlin wurde die Ortsgemeinde Mückeln für herausragendes Engagement in der Dorfinnenentwicklung ausgezeichnet. Das kleine Dorf im Süden der Verbandsgemeinde Daun ist Bundessieger des Wettbewerbs „Kerniges Dorf“ in der Kategorie „klein und kernig“.

    Mit dem Wettbewerb zeichnet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Dörfer aus, die sich intensiv u.a. mit der baulichen Gestaltung beschäftigen und diese durch verschiedene Maßnahmen an Veränderungen in der Bevölkerung anpassen. Mückeln zeige vorbildlich, wie in interkommunaler Zusammenarbeit und mit einer engagierten Bevölkerung Innenentwicklung gelebt wird, so das Urteil der Fachjury. Als Beispiel dafür wurde die konsequente Bestandsaufnahme von Baumöglichkeiten (Baulücken, potenzieller und bestehender Leerstand) sowie aber auch der Erhalt ortsteilprägender und historischer Gebäude, wie der Zehnt-Scheune, genannt.


    Ortsbürgermeister Erwin Steffes und sein Beigeordneter Peter Sartoris nehmen gemeinsam mit Landrat Heinz-Peter Thiel die Auszeichnung entgegen. (Foto: Dr. Tim Becker)

    Motor dieser positiven Entwicklung ist Ortsbürgermeister Erwin Steffes. „Ich verstehe mich als Gemeindegestalter, nicht als Gemeindeverwalter. Nur mit dieser Haltung haben Kommunen im ländlichen Raum die besten Chancen auf wichtige Veränderungen“, so Steffes bei der Prämierung. Er weiß eine aktive Bevölkerung um sich, die im Rahmen einer Anfang 2016 im Zuge des WEGE-Prozesses durchgeführten Zukunftskonferenz eine Vision für ihr Zusammenleben in Mückeln erarbeitet hat und diese seither konsequent umsetzt. Für diese Initiativen kommt das Preisgeld in Höhe von 2.000,00 EUR genau richtig. Laut Steffes habe Mückeln zwar nicht viel Geld, dafür aber viele kreative Menschen, die dort leben. Das sei das wichtigste Kapital.

    Anlässlich der Grünen Woche fand auch das Zukunftsforum ländliche Entwicklung statt. Erwin Steffes referierte zum Thema „Die Generationengerechte Gemeinde als Sorgende Gemeinschaft? Zur Gestaltung langfristiger Veränderungsprozesse im ländlichen Raum“. Eingeladen zu dieser Veranstaltung hatte Volker Amrhein von der Diakonie Deutschland. Wie auch bereits einige Gemeinden in der Verbandsgemeinde Daun gemeinsam mit dem Verein Bürger für Bürger e.V., widmet er sich verstärkt dem Thema Sorgende Gemeinschaften. Als Experte aus der Vulkaneifel nahm Dr. Tim Becker, Institut Denkunternehmung, an einer moderierten Diskussionsrunde teil. Schnell wurde deutlich, dass die Region um Daun eine bundesweite Vorreiterrolle für Sorgende Gemeinschaften einnimmt und bereits als Inspirationsquelle und Referenzprojekt für andere engagierte ländliche Räume wahrgenommen wird.