Engagement sprudelt im Brunnendorf Mückeln

    Vieles hat sich im vergangenen Jahr in Mückeln bewegt. Auftakt für diese Entwicklung war die Zukunftskonferenz im Februar 2016, bei der viele engagierte Bürgerinnen und Bürger einen gemeinsamen Weg für die dörfliche Zukunft erarbeiteten. Nun war es an der Zeit diese Entwicklung unter die Lupe zu nehmen und eine weitere Vorgehensweise zu vereinbaren.

    Zu diesem Zweck kamen die Mückelner im vergangenen Monat zu einer Zukunftskonferenz 2.0, ein von Bürgermeister Werner Klöckner und dem WEGE-Team begleitetes Beteiligungsformat, zusammen. Eindrucksvoll berichteten sie von den bisherigen Aktivitäten der Arbeitsgruppen.

     
    Im letzten Jahr hat sich einiges bewegt in Mückeln.

    Die Arbeitsgruppe Leerstände vs. neue Bauflächen hat sich im vergangenen Jahr intensiv mit der baulichen Entwicklung der Gemeinde beschäftigt, zum Teil begleitet durch Bürgermeister Werner Klöckner. Ein Thema, welches Ortsbürgermeister Erwin Steffes in seiner Rolle als DIE-Botschafter bestens vertraut ist. Im vergangenen Jahr wurde beispielsweise eine Bedarfsermittlung für Bauflächen durch die Arbeitsgruppe vorgenommen. Nun gilt es Wege zu finden, die Interessierten neben dem Umbauen auch das Neubauen ermöglichen. Sowohl unter Mückelnern, als auch extern wird für das Wohnen in Mückeln geworben.

    Jeder ist willkommen!

    Mückeln ist ein offenes Dorf. Alle sollen sich wohlfühlen und alle, die aufgenommen werden möchten, werden dies auch, lautet die einstimmige Meinung der Teilnehmer/Innen mit Blick auf die neuen bzw. zugezogenen Bürgerinnen und Bürger in Mückeln. Um diesen Übergang zu gestalten, soll es künftig einen Neujahrsempfang für alle Mückelner geben. Eine Infomappe und ein Begrüßungskorb, überreicht von einem Vertreter der Ortsgemeinde bei einem persönlichen Besuch, sollen diese Willkommenskultur abrunden.
    Willkommen ist natürlich auch der Nachwuchs. Zukünftig wird es in Mückeln einen Dorfstorch geben, der von der Gemeinde bei den frisch gebackenen Eltern aufgestellt wird. Der erste Einsatz steht schon in Aussicht.

    Gemeinschaft wird groß geschrieben

    Wo 2016 noch fehlende Angebote für Jugendliche auf dem Papier standen, sind durch das Engagement der Arbeitsgruppe Jugend zwischenzeitlich einladende Angebote entstanden, die gerne von der Zielgruppe angenommen werden. Doch die Mückelner Jugendlichen wollen nicht nur nehmen, sondern auch etwas geben. So ist nun beispielsweise im Jugendraum eine Bücherstube entstanden, die sie in Eigenregie verwalten und von der das ganze Dorf profitieren kann. Denn neben dem eigentlichen Zweck rund ums Lesen, wurde hier eine weitere Begegnungsmöglichkeit geschaffen. Dass Begegnung ein Thema der Mückelner ist, zeigt auch die starke Resonanz beim neu etablierten Jahreszeitenfrühstück der Arbeitsgruppe Anlässe für alle Generationen, welches nun als erweitertes Angebot zum traditionellen Kirmesfrühstück gilt. Für kleines Geld erhält man hier ein reichhaltiges Frühstück in bester Gesellschaft. Treffen kann man sich zukünftig möglicherweise aber auch beim mobilen Dämmerschoppen. Der alte Feuerwehr-Anhänger soll zu einer fahrbaren Kneipe umfunktioniert werden und die verschiedenen Anlässe im Dorf bereichern.


    Kreativ geht es zu bei der Planung eines mobilen Dämmerschopens.

    Wie im Januar bei der Zukunftskonferenz 2.0 in Schönbach, kam auch in Mückeln das Thema Kommunikation bzw. Information zum Gespräch. Durch Ortsbürgermeister Erwin Steffes gibt es bereits ein breites Informationsangebot, das aber noch nicht von allen Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen wird. Ein Dorfblättchen soll daher als Informationsquelle losgelöst vom Mitteilungsblatt an alle Haushalte verteilt werden. Zudem sagt eine Teilnehmerin: „Wir müssen einfach mehr miteinander über das, was in unseren Arbeitsgruppen passiert, sprechen. Wenn Jede oder Jeder von uns hier schon mal mit dem Nachbarn darüber spricht, haben wir schon viel erreicht.“

    Insgesamt war man sich einig: Auch wenn noch nicht alle Arbeitsgruppen Ergebnisse erzielt haben, ist man hier auf dem richtigen Weg. Denn manches Thema braucht einfach eine gewisse Beharrlichkeit und schließlich bringen sich alle Mitwirkenden in ihrer Freizeit ehrenamtlich ein. „Mit der Zukunftskonferenz 2.0 sind wir wieder einen großen Schritt weitergekommen. Vielen Dank für euer Engagement für unser Mückeln.“, fasst Erwin Steffes den Tag zusammen.


    Sie interessieren sich für das Format Zukunftskonferenz? - Dann kontaktieren Sie uns gerne!