Bleckes aktiv - die Zukunft im Blick!

    Erfreulich ist es, dass mehr und mehr Ortsgemeinden in der Verbandsgemeinde Daun ihr Gestaltungspotenzial erkennen und ein zunehmendes Interesse an den von Bürgermeister Werner Klöckner und dem WEGE-Team angebotenen Zukunftskonferenzen besteht. In Bleckhausen fand Ende Mai die mittlerweile zehnte Veranstaltung dieser Art und Weise statt, an der rund 60 Bürgerinnen und Bürger bei sommerlichen Temperaturen teilnahmen.

    Berechtigt ist da die Frage von einem Bürger der landschaftlich idyllisch gelegenen Gemeinde, ob sich denn nicht Vieles in den Dörfern decken würde oder sogar gleich wäre. Sicherlich gibt es so manche Themen, die sich ähneln. Doch letztlich hat jedes Dorf seine besonderen Stärken, aber auch Herausforderungen, sei es beispielsweise durch die Lage, die Infrastruktur oder auch die Altersstruktur im Dorf.

    Wie sieht es in Bleckhausen aus?
    Angrenzend an die Wacholderheide gelegen bietet Bleckhausen den etwas über 300 Einwohnern ein zu Hause in einer einladenden Landschaft. Verlässliche und sich gegenseitig unterstützende Nachbarschaften sind wesentlicher Teil der guten Dorfgemeinschaft und prägen das soziale Leben im Dorf. In den ortsansässigen Vereinen bieten sich verschiedene Betätigungsmöglichkeiten.
    Doch auch in Bleckhausen macht sich der gesellschaftliche Wandel bemerkbar. Es fällt zunehmend schwerer Nachwuchs für die Vereine zu gewinnen. Im Alltag, vor allem bei Vollberufstätigen, bleibt häufig wenig Zeit übrig, was auch durch eine rückläufige Kommunikation spürbar ist. Dies mag aber auch damit zusammenhängen, dass es im Dorf die früher stark belebten Kommunikationsorte wie Gaststätten und Kneipen nicht mehr gibt. Potenzial sah man auch in der Entwicklung einer Willkommenskultur für Neubürger, ebenso in Angeboten für Kinder und Jugendliche.
    Häufig von den Teilnehmern positiv benannt wurde eine sehr gute Verkehrsanbindung. Innerhalb weniger Minuten ist man auf der A1, aber auch zahlreiche Linienbusse machen täglich Halt in Bleckhausen und leisten damit einen Beitrag zur Sicherung der Mobilität.
    Positiv seien auch die gelebten Traditionen, wie z.B. Klappern und Kirmesfeste, genannt.

    Gut, aber es geht noch besser
    Am Samstagnachmittag und nach einem stärkenden Frühstück am Sonntag befassten sich die Bleckhausener mit Visionen und ganz konkreten Handlungsschritten für ihre Zukunft. Kommunikation ist wichtig, da war man sich einig. Gleich mehrere Arbeitsgruppen nehmen sich daher auf unterschiedlichen Ebenen diesem Thema an. So wird sich die Arbeitsgruppe „Kommunikation“ intensiv mit der Versorgung mit Informationen, insbesondere der Bewerbung von Angeboten im Dorf, beschäftigen. Bestandteil sind hier beispielsweise eine Dorfzeitung oder auch eine angedachte WhatsApp-Gruppe. Kommunikation befördern möchte auch die Arbeitsgruppe „Umgestaltung des Sportplatzes zur Sport-, Spiel- und Kommunikationsstätte für Jung bis Alt“. Das Team nutzte die Zeit am Sonntagvormittag um einen ersten Plan für den künftigen Treffpunkt zu gestalten, welcher in aufbereiteter Form auch im Gemeinderat vorgestellt wird. Neben einem Bolz- und Spielplatz könnten dann eine Grillhütte mit Terrasse das Miteinander in der Dorfgemeinschaft bereichern. Gesellig wird es sicherlich auch bei den geplanten Frühschoppen und Jahreszeitenfrühstücken der Gruppe „Daseinsvorsorge wieder zurück ins Dorf“. In Anlehnung an das Konzept eines Dorfladens könnten hierbei auch Dinge wie selbstgemachte Marmeladen, Gemüse aus eigenem Anbau oder auch Eier angeboten werden. Vorgesehen ist dies im Gemeindehaus, was durch die Arbeitsgruppe „Offenes Kulturhaus“ künftig einer Erweiterung der bisherigen Nutzung zugeführt werden könnte. Ausstellungen ortsansässiger Hobbykünstler, Lieder- bzw. Mundartabende und Lesungen würden hier künftig einen Beitrag zum kulturellen Leben in Bleckhausen leisten. Damit die Nutzungsmöglichkeit auch für alle Generationen besteht wird die AG „Barrierefreies Bleckhausen“ in Zukunft ein Auge auf alle Stolperfallen im Dorf haben und Maßnahmen anstreben, um diese zu beseitigen. Beifall für ihr Engagement im Zuge der anstehenden Renovierung des Jugendraumes und für den abschließenden Satz „Wir sind die Zukunft!“ ernteten die beiden Vertreter der AG „Jugend“. Und als besonderes Schmankerl für die Einrichtung versprach ein Teilnehmer der Zukunftskonferenz spontan seinen Profi-Kicker.

    Nun gilt es den mitreißenden Schwung zu nutzen und die Ideen in die Tat umzusetzen. Weitere Mitmacher sind in den Arbeitsgruppen jederzeit willkommen!