Logo DaunStartseite   | Kontakt   | Sitemap   | Impressum 
Verbandsgemeinde DaunRegion im Herzen der Vulkaneifel 
Ausschreibungen
Pressemeldungen
Bürgerinformationssystem
Formulare
Verbandsgemeinde
Behördenleitung
Verbandsgemeinderat
Ausschüsse des Verbandsgemeinderats
Satzungen
Ratsinformationssystem
Geschichte der Verbandsgemeinde Daun
Personalrat
Projekt WEGE
Lebensbereiche
Kultur
Tourismus
Baugrundstücke und Immobilien
Ortsgemeinden
Kreisverwaltung
Bildergalerie
Statistik
Wirtschaft

14.07.2010 | Dann bin ich mal weg....

Erster Beigeordneter Friedbert Wißkirchen geht in den Ruhestand

Nach mehr als 48 Jahren scheidet der hauptamtliche Beigeordnete der Verbandsgemeinde Daun mit Ablauf des 31. Juli 2010 aus dem Dienst aus. Am 18. Juni d. J. verabschiedete Bürgermeister Werner Klöckner seinen Stellvertreter Wißkirchen im Rahmen einer Sitzung des Verbandsgemeinderates im Beisein der Ortsbürgermeister und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, aber auch der Familie.

Bürgermeister Klöckner skizzierte  nochmals den Lebensweg Wißkirchens, der nach Abschluß der Handelsschule in Daun am 1. April 1962 seine Lehrzeit bei der damaligen Amtsverwaltung Daun begann. 1968 wurde die I., 1973 die II. Verwaltungsprüfung abgelegt. Der Ernennung zum Beamten im mittleren Dienst folgte die Übernahme in den gehobenen Dienst und Beförderungen bis zum Oberamtsrat. Nach dem Einsatz in verschiedenen Bereichen der Verwaltung wurde Wißkirchen mit 31 Jahren bereits zum Abteilungsleiter der Zentralverwaltung und zum Büroleiter berufen. Ehrenamtlich unterrichtete er den Verwaltungsnachwuchs an der Berufs- und Zentralen Verwaltungsschule. Am 16. Dezember 1994 wurde er erstmals zum hauptamtlichen Beigeordneten gewählt und 2002 für weitere 8 Jahre bestätigt.

Nach den Worten von Bürgermeister Klöckner würde es den Rahmen sprengen, all das aufzuzeigen, was in fast 5 Jahrzehnten an Leistungen und Veränderungen innerhalb der Verbandsgemeinde erreicht wurde. Das grundlegende Anliegen von Beigeordnetem Wißkirchen sei es immer gewesen, das Beste für die Verbandsgemeinde und damit für die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Eine tiefe Verbundenheit mit der Eifelheimat und der Bevölkerung sowie ein hohes Verantwortungsbewusstsein sei die Grundlage des Schaffens und Handelns gewesen.

„Für mich war es wichtig und von hohem Wert, einen Beigeordneten als Partner zu haben, dem ich vertrauen kann, der verlässlich ist, der kompetent ist, der belastbar ist, der für mich in die Breche springt und mir gegenüber loyal aber auch kritisch ist.“ Dies, so Bürgermeister Klöckner sei gewährleistet gewesen, weil Bürgermeister und Beigeordneter in vielen Grundhaltungen übereinstimmen würden. Das gute und kollegiale Verhältnis sei im Laufe der Jahre zu einem freundschaftlichen Miteinander gewachsen. In 18 Jahren der Zusammenarbeit habe sich ein Vertrauensverhältnis entwickelt. Manche Situationen und Begebenheiten seien gemeistert worden, weil jeder sich auf den anderen verlassen konnte.

Im Namen der Verbandsgemeinde dankte Klöckner für das langjährige berufliche Engagement als Mitarbeiter und als Beigeordneter. Die Entwicklung der Verbandsgemeinde, ihrer Ortsgemeinden sei maßgeblich von Herrn Wißkirchen mit geprägt und verantwortet worden. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass der Beigeordnete im Ruhestand  sich auch ehrenamtlich für die Allgemeinheit einbringe, denn das Ehrenamt erhalte zukünftig eine noch stärkere Bedeutung. Frau Wißkirchen dankte er, dass sie das Los als Partnerin eines beruflich stark beanspruchten Mannes mit getragen habe und überreichte ein Blumenpräsent. Als Präsent der Verbandsgemeinde überreichte er Wißkirchen einen Gutschein zur Beschaffung eines Fahrrades, „damit Du mit einem vernünftigen und altersgerechten Rad unsere Fahrradwege genießen kannst.“

Anschließend versetzte der Bürgermeister den Beigeordneten zum 1. August 2010 in den Ruhestand, verbunden mit allen guten Wünschen für den weiteren Lebensabschnitt.

Verabschiedung Wißkirchen



Einsatzfreude, Zuverlässigkeit, Menschlichkeit....
(Ortsbürgermeister Josef Ring, Mehren)

Die Abschieds- und Dankesworte für die Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister überbrachte der langjährige Ortsbürgermeister Josef Ring. Er wies eingangs darauf hin, dass ihn mit dem Fußballer Wißkirchen eine sportliche Freundschaft, die über 45 Jahre alt sei, verbinde.  26 Jahre begleite  Beigeordneter Wißkirchen ihn fachlich und freundschaftlich als Ortsbürgermeister. Die Ortsgemeinden  müssten zukünftig auf ein erfahrenes Zugpferd der Verwaltung verzichten. Als anerkannten, kompetenten Ansprechpartner, mit manchmal kritischen Zwischentönen, wenn die Ortsgemeinden die finanziellen Grenzen überschritten hätten, bezeichnete er Wißkirchen, der aber auch Lösungswege aufgezeigt hätte. Einsatzfreude, Zuverlässigkeit und Menschlichkeit seien Garanten für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Ortsgemeinden – zu allen Tageszeiten – gewesen. Die Meinung war gefragt. Auch bei der Bürgerschaft in den Ortsgemeinden sei Wißkirchen ein anerkannter Vertreter der Verbandsgemeinde gewesen, der mit seiner natürlichen und herzlichen Art, wenn notwendig auf „Eifeler Platt“ und mit Humor, Distanzen überwunden habe. Stets hilfsbereit und umgänglich sei die Begegnung mit dem Bürger gewesen, der auch bei Problemen und Beschwerden – die ungelöst blieben – das Gefühl gehabt habe, das Anliegen werde ernst genommen.

Die große Verbundenheit mit der Eifelheimat und den Menschen sei auch bei dem Hobby Wißkirchens, der Erforschung der Heimatgeschichte und der Heraldik deutlich geworden. So mancher Ortsbürgermeister oder Wehrführer habe für die Ortschronik oder eine Festschrift die Hilfe in Anspruch genommen. Die zahlreichen Veröffentlichungen zu Themen der Heimatgeschichte, die Dorfportraits, hätten viele neue Fakten der Geschichte aufgezeigt, vor allem die Amerikaauswanderung. Als vor mehr als 25 Jahren die erste Gemeinde ein Gemeindewappen einführen wollte, habe der damalige Büroleiter keinen berufsmäßigen Heraldiker mit der Frage befasst, sondern sich selbst mit der Wappenkunde beschäftigt.

Heute hätten alle Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde ein Wappen, die mit wenigen Ausnahmen, von dem Hobbyhistoriker Wisskirchen konzipiert worden seien. Mit den Gemeindewappen habe er sich über den Ruhestand hinaus mit den gemeindlichen Wahrzeichen in den Orten verewigt. Josef Ring dankte dem Scheidenden für 48 Jahre engagiertes Wirken für die Ortsgemeinden und ihre Bürger. „Mit Dir geht ein tragende Persönlichkeit in den Ruhestand, die Spuren hinterläßt – menschlich und fachlich.“ Für den künftigen Unruhestand wünschte er auch im Namen der Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.


Verabschiedung Wißkirchen



Dank der Fraktionen

Für die Fraktionen im Verbandsgemeinderat sprach das langjährige Ratsmitglied Hartwig Noth Dank und Anerkennung aus. An Hand des Tierkreiszeichens „Fisch“ charakterisierte er Beigeordneten Wißkirchen als Mensch und Verwaltungsfachmann. Wisskirchen habe die Eigenschaft besessen, auch komplizierte Sachverhalte verständlich zu machen. Er sei immer ein geschätzter Ansprechpartner und Ratgeber für die Mitglieder des Rates und der Ausschüsse gewesen.  Auch er wünschte im Namen aller alles Gute für den neuen Lebensabschnitt.

Verabschiedung Wißkirchen



Bürgermeister Matthias Pauly, Gerolstein

Für den Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz und die hauptamtlichen Bürgermeister des Landkreises Vulkaneifel gratulierte er dem Bürgermeisterkollegen Werner Klöckner zunächst zur Wiederwahl und überbrachte die guten Wünsche für die kommende Amtszeit. Pauly verwies auf einen Artikel im Rheinischen Merkur mit dem Titel „Ich bin mal weg“. Nach mehr als 48 Dienstjahren falle dies Friedbert Wißkirchen nicht ganz leicht, zumal er seine Aufgaben mit Überzeugung erfüllt habe. Es sei heute nicht mehr selbstverständlich, dass sich Menschen über 48 Jahre beruflich in die Pflicht nehmen ließen. Friedbert Wißkirchen sei als Büroleiter schon in Arbeitskreisen des Gemeinde- und Städtebundes auf Landesebene tätig gewesen und habe sich auch in den Ausschüssen des kommunalen Spitzenverbandes eingebracht und über die Grenzen der Verbandsgemeinde gewirkt. Pauly sprach die Hoffnung aus, dass Wißkirchen auch im wohlverdienten Ruhestand sein ehrenamtliches Engagement fortsetzen werde.

Ich habe in meinem Leben Glück gehabt....
Beigeordneter Wißkirchen dankte zunächst für die anerkennenden und lobenden Worte und betonte: „Es war wohl alles etwas übertrieben. Ich habe in meinem privaten und beruflichen Leben viel Glück gehabt. Das größte Glück war, in entscheidenden Momenten die richtigen Menschen an der Seite zu haben, meine Familie, Freunde, Wegbegleiter und Kolleginnen und Kollegen.“ Er verdanke anderen Menschen einen großen Teil dessen, was ihm persönlich zugeschrieben werde. Friedbert Wißkirchen dankte zunächst seiner Familie für den Rückhalt und die Rücksicht auf dienstliche Belange. Sein Dank galt dem verstorbenen Regierungspräsidenten Julius Saxler und Bürgermeister a. D. Waldorf, die in jungen Jahren Vertrauen in ihn gesetzt hätten.

Für das freundschaftliche und vertrauensvolle Miteinander in 18 Jahren dankte er Bürgermeister Klöckner, dem Verbandsgemeinderat für die zweimalige Wahl. Die Zusammenarbeit mit Ortsgemeinden und Ortsbürgermeistern sei auf einer engen und vertrauensvollen Basis abgelaufen; zu vielen ehemaligen und jetzigen Ortsbürgermeistern bestünde nicht nur ein gutes dienstliches, sondern auch ein freundschaftliches Verhältnis. Vor allem mit den Kolleginnen und Kollegen, mit denen über viele Jahrzehnte die Zusammenarbeit erfolgte, bestehe ein freundschaftliches und kollegiales Miteinander. Er dankte allen, die zwischen dem Kollegen und dem Vorgesetzten Wißkirchen stets respektvoll unterschieden hätten. Den Nachbarverbandsgemeinden, dem Gemeinde- und Städtebund, Institutionen, Verbände und Vereinen dankte er für die kritische Begleitung und Unterstützung. Mit einem Blumengruß ging ein besonderer Dank an die Damen im Vorzimmer, Elli Gerhards, Gerlinde Helten und Ursula Klas.


Verabschiedung Wißkirchen_5





Fast 5 Jahrzehnte durfte ich der Verbandsgemeinde dienen...
Beigeordneter Wißkirchen führte aus: „In fast 5 Jahrzehnten durfte ich den Bürgerinnen und Bürgern der Verbandsgemeinde und der Ortsgemeinden dienen. Es war für mich faszinierend, mitwirken zu können, intakte und lebenswerte Dörfer zu gestalten, wichtige Infrastruktureinrichtungen zu schaffen, das Miteinander in der Gemeinschaft zu fördern und zu bewahren und Menschen in ihren persönlichen Anliegen zu helfen. Ich nehme Abschied von einem Amt und einer Aufgabe, die mich ausgefüllt und meistens Spaß gemacht hat. Ich scheide mit einem Gefühl der Dankbarkeit und freue mich auf einen neuen Lebensabschnitt und bin sicher, dass es auch dann zu guten und fruchtbaren Begegnungen kommen wird.“ Wißkirchen wies abschließend auf den gesellschaftlichen Wandel, den Umbruch in Familie und Beruf, die Finanzschwäche der Kommunen, Verwaltungsreform, demografischen Wandel und die damit einher gehenden Veränderungen hin. Dies alles erfordere eine strategische Neuausrichtung und andere Denkweisen, um die Zukunftsaufgaben zu bewältigen. Er rief alle politisch Verantwortlichen in Verbandsgemeinde und Ortsgemeinden, Vereinen dazu auf, mit Engagement, Geschick und Mut die Probleme der Zukunft anzugehen, damit die Verbandsgemeinde und ihre Gemeinden lebenswert blieben. Allen Anwesenden wünschte er persönliches Wohlergehen, Zufriedenheit, Erfolg, Gesundheit  - und Gottes Segen.