Logo DaunStartseite   | Kontakt   | Sitemap   | Impressum 
Verbandsgemeinde DaunRegion im Herzen der Vulkaneifel 
Ausschreibungen
Bauleitplanverfahren
Pressemeldungen
Bürgerinformationssystem
Formulare
Verbandsgemeinde
Lebensbereiche
Kultur
Baugrundstücke und Immobilien
Ortsgemeinden
Kreisverwaltung
Statistik
Tourismus
Bildergalerie
Wirtschaft
Ersthelfer in der VG Daun

Ersthelfer stehen für gesundheitliche Notfälle bereit

Für die Verbandsgemeinde Daun ist ein Ersthelfersystem zur Ergänzung des Rettungsdienstes eingerichtet. Es handelt sich hierbei um eine freiwillige Aufgabe im Rahmen der Daseinsvorsorge und eine Allgemeine Hilfe nach dem Landesbrand- und Katastrophenschutzgesetz.

Was soll mit dem System bezweckt werden? Bei unmittelbar lebensbedrohlichen Verletzungen oder Erkrankungen von Menschen (z. B. Herz-Kreislauf-Stillstand, starke Blutungen, Bewusstlosigkeit) vergeht ohne fachkundige Erste Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oft wertvolle Zeit, die lebensentscheidend sein kann oder zumindest das zukünftige Leben bzw. den Gesundheitszustand maßgeblich beeinträchtigen kann. Erleidet ein Mensch einen Herz-Kreislauf-Stillstand besteht eine Überlebenschance von ca. 40 %, wenn innerhalb der ersten 3 – 4 Minuten mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen wird. Werden diese Maßnahmen erst nach 6 – 7 Minuten eingeleitet, ist die Chance zum Überleben auf nur noch 10 % gesunken.

Vorrangig betroffen von „verspäteten“ Ersthilfemaßnahmen sein können Menschen in Orten, zu denen der Rettungsdienst eine längere Anfahrt hat. Dem soll das Ersthelfersystem entgegen wirken. Es handelt sich hierbei um eine Ergänzung zum Rettungsdienst. Einbezogen werden sollen in die Versorgung bis auf die gut und schnell durch den Rettungsdienst zu erreichende Kernstadt Daun mit den Stadtteilen Boverath, Pützborn, Neunkirchen und Gemünden, alle Ortsgemeinden sowie die sonstigen Stadt- und Ortsteile der VG Daun, insgesamt 45 Ortslagen.

Die DRK-Ortsvereine Daun und Gillenfeld sorgen im Auftrage der VG für die personelle Besetzung und organisatorische Durchführung des Ersthelfersystems. Die Helfer leisten ihren Dienst unentgeltlich und stehen ausschließlich in Mitgliedschaft zum DRK. In Haftungsfällen tritt die VG ein.

Den Ortsvereinen obliegt es die erforderliche Ausbildung und die Ausrüstung der Helfer zu gewährleisten. Seitens der Verbandsgemeinde werden die Kosten für die Einsatzausrüstung, insbesondere den Notfallrucksack, den Defibrilator und einen Funkmeldempfänger, getragen. In diese Verpflichtung der Verbandsgemeinde einbegriffen ist auch die Unterhaltung der Ausrüstung. Die Kosten für die persönliche Schutzausrüstung finanzieren die Ortsvereine im Umfang von 80.000,-- €. Hierzu haben sie bereits eine Unterstützung durch die Fa. TPS-Technitube Röhrenwerke GmbH in Höhe von 20.000,-- € erhalten. Insgesamt ist ein Betrag von 220.000,-- € erforderlich um das System - wie geplant - zu installieren. 

Die Konzeption sieht vor, dass für jeden zu versorgenden Ort letztlich ein Defibrillator (Gerät mit dem ein Stromimpuls zur Wiederherstellung der Herztätigkeit ausgesandt wird)  und 4 – 5 qualifizierte Helfer bereitstehen.  Daher muss derzeit auf das Gewinnen weiterer Personen ein Schwerpunkt gelegt werden. Die Helfer sollten möglichst auch über Tag einsatzfähig, d. h. vor Ort sein. Zu denken ist hierbei insbesondere an Hausfrauen, Rentner und sonstige nicht berufstätige Personen.

Der Defibrillator (Defi) und der Funkmeldempfänger (FME) werden im persönlichen Bereich des Helfers bereitgehalten. Sind für einen Ort mehrere Helfer tätig, wird die jeweilige Zuständigkeit im Wege der Rotation und auf der Grundlage eines Dienstplans geregelt. Ein darauf basierender Wechsel hat auch die Übergabe von Defi und FME zur Folge.

Notrufe werden über die 112 an die Leitstelle in Trier gemeldet. Von dort wird der Helfer über Funk alarmiert.

 

Ersthelfer VG_Daun                   

Am 22.3.2010 konnten die ersten 23 Helfer nach abgeschlossener Ausbildung und Ausrüstung ihren Dienst aufnehmen.


Inzwischen verfügen weitere Orte über Ersthelfer. Nicht abgedeckt sind derzeit noch folgende Gemeinden/Orts- und Stadtteile:
Kirchweiler, Kradenbach, Dreis, Brück, Rengen, Hörscheid, Gefell, Utzerath, Darscheid, Steineberg, Weiersbach, Winkel, Saxler, Trittscheid, Schutz, Strotzbüsch und Mückeln.

Zudem mangelt es noch an der vorgesehenen Zahl der Helfer. Nicht jeder ist zu jederzeit einsatzbereit in seinem Wohnort. Daher besteht auch weiterhin die Bitte der Verbandsgemeinde und des DRK um Mithilfe. Stellen Sie sich als Helfer zur Verfügung. Es gibt doch nichts wertvolleres und christlicheres als Menschen in Notlagen helfen zu können.
 
Nach Mitteilung des DRK gab es im ersten Jahr des Bestehens der Einrichtung mehr als 40 Alarmierungen und insgesamt 22 Einsätze für die ehrenamtlichen Helfer.

Nähere Informationen erhalten Sie vom Deutschen Roten Kreuz - Kreisverband Daun.


 

Downloads